Praxis für Hypnosetherapie und Hypnobirthing Angela Blumberger Diplom-Psychologin
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Diagnostik/Diagnose

Da es in Norddeutschland kaum Therapeuten gibt, die sich mit Autismus und ADHS bei Erwachsenen auskennen und ich lange selbst nicht wusste, wohin ich Klient*innen zur Diagnostik schicken kann, habe ich mich inzwischen auf AS und ADHS im Erwachsenenalter spezialisiert.
Da wiederum Autismus und ADHS als neurologische "Erkrankungen" (besser: Phänomene) im ICD11 und DSM-V deklariert und verschlüsselt werden, darf ich als Psychologin keine Diagnose stellen. Wenn Ihr Neurologe/Psychiater Sie darin unterstützt, kann ich die Diagnostik machen und Ihr Neurologe attestiert Ihnen nach meinem Bericht die Diagnose.
Da ich ncht mit der Krankenkasse abrechne, müssen Sie die Kosten selbst tragen. Wenn Sie nur für sich Klarheit erlangen wollen, aber niemand von der Diagnose erfahren soll, unterliegt auch die Diagnostik der Schweigepflicht.

Die Autismus-Diagnostik umfasst ein ausführliches Interview von 3-4 Stunden und einige Fragebögen zur ADHS-Symptomatik, da viele Autist*innen auch ADHS-Kriterien erfüllen. Da die Diagnostik sehr anstrengend ist, empfehle ich Ihnen, sich einen bzw 2-3 Tag/e frei zu nehmen. Wir können auch einen Freitag zur Diagnostik vereinbaren.
Bei ADHS ist das Interview kürzer und Sie erhalten ebenfalls mehrere Fragebögen, die ich auswerte.

Da sich  sowohl Autismus als auch ADHS bei Frauen völlig anders zeigt als bei Männern, wodurch 3 von 4 Frauen nicht erkannt bzw. diagnostiziert werden, richtet sich meine Diagnostik speziell an Frauen, aber nicht nur.

Bei Anorexia nervosa bzw. unklaren Essstörungen wird von Experten inzwischen ein Autismus-Screening empfohlen und Autisten selbst fordern bei Transgenderidentitäten bzw Menschen, die eine Geschlechtsangleichung vornehmen lassen wollen ebenfalls, Autismus auszuschließen, weil sonst ggf. die Probleme bei einer Geschlechtsanpassung bestehen bleiben und der erwartete Erfolg der inneren Synchronizität ausbleibt.

Sie können sich zur Autismus-Diagnostik auch in einer Uniklinik anmelden, wo Sie ca. ein halbes, bis ein Jahr Wartezeit haben. Die Diagnostik und die Diagnose ist dann allerdings in jedem Fall aktenkundig und wenn Sie einen Beamtenstatus erlangen wollen, eine Berufsunfähigkeitsrente oder Lebensversicherung abschließen oder einer privaten Krankenkasse beitreten wollen, könnte sich  das ungünstig darauf auswirken bzw unmöglich machen. (Das gilt im Prinzip zu jeder psychischen Diagnose.)


Behandlungsmöglichkeiten

Autismus und ADHS (ohne Hyperaktivität ADS) gelten als nicht heilbar. Bei Autismus wurden 102 genetische Faktoren für die Entstehung entdeckt.


Man vermutet, dass die Wahrscheinlichkeit für ADHS bei Kindern sehr hoch ist, wenn die Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat. Häufig "therapieren" sich ADHS-Teenager mit Nikotin oder anderen Suchtstoffen, manchmal jahrzehntelang unentdeckt, bis sie mit dem Rauchen aufhören wollen und sich wieder alte ADHS-Strukturen zeigen.

Autismus-Spektrum und ADHS treten häufig mehrfach in der Familie auf. Nach meiner Erfahrung finden sich Autisten und ADHSler wiederum oft als Paar, weil "gleich und gleich gesellt sich gern" und "Gegensätze ziehen sich an" hier gleichermaßen zutrifft.

Bei Autismus kann man gezielt Overload, Meltdown und Shutdown regulieren lernen. Es ist sehr hilfreich, sich einen autismusgerechten Alltag zu schaffen, Stimmings wiederzuerlernen, sich zu erlauben, wieder ein bisschen autistischer zu sein, weniger Maskierung im Alltag, damit Sie Ihr autistisches Nervensystem regulieren, sonst nimmt sich das Nervensystem, was es braucht. Es kann auch hilfreich sein, seine eigene Identität als LBGTQ zu entdecken und mit jemandem darüber im geschützten Rahmen zu reflektieren.
Komorbiditäten wie Posttraumatische Belastungsreaktion, soziale Phobie, Prüfungsängste, depressive Verstimmungen, Identitätsunsicherheiten sind behandlungsrelevant.

Bei ADHS ist eine Selbstdisziplinierung vonnöten z.B. mit herausgearbeiteten "wenn...,dann..."-Interventionen und ebenfalls ADHS-Selbstmotivationszeiten.

Sowohl bei AS als auch ADHS ist ein Selbstwerttraining hilfreich. Autisten empfehlen, mit anderen Autisten in Resonanz zu gehen. So erleben Autisten manchmal das erste Mal ein WIR-Gefühl.


Autistisches Burnout

Das Autistische Burnout wurde und wird von vielen Autisten erst dann erkannt, wenn sie darüber lesen und feststellen, dass sie mittendrin sind: Sprachstörungen, Wortfindungsstörungen, Erschöpfungszustände, teilweiser oder massiver Verlust der Exekutivfunktionen, Erlerntes scheint nicht mehr abrufbar zu sein, Depressionen, Suizidgedanken, Ängste, weniger Kompensationsmöglichkeiten, schnellere Reizüberflutung, Reizbarkeit, Heulkrämpfe usw.
Besonderes Risiko für autistische Mütter und Frauen in der Menopause.

Beim autistischen Burnout müssen Sofortmaßnahmen ergriffen werden, mittelfristige und länger- bzw langfristige Ziele herausgeabeitet und umgesetzt werden.


Posttraumatische Belastungsreaktionen

Nach meiner Erfahrung hat jede*r Autist*in mit traumatischen Erlebnissen zu tun oder zu tun gehabt. Allein das autische Nervensystem muss 10 mehr Informationen verarbeiten, Autisten haben gerade da traumatische Situationen erlebt, wo eigentlich ein Trauma heilen kann: im engsten Familien oder Freundeskreis. Viele Autisten haben Erfahrungen mit Mobbing gemacht, für die meisten gleicht die Schulerfahrung einem "Horrortripp" und wird nur manchmal an der Uni oder in der Ausbildung besser. Manchmal gehen die Ausgrenzungserfahrungen weiter, oder Autisten ziehen sich mehr und mehr zurück, wodurch sie ebenfalls Probleme bekommen können, bzw dann kann die Einsamkeit an der Seele nagen. Mit der Somatherapie und dem Brainspotting haben wir gute Möglichkeiten, neue Erfahrungen zu machen und traumatische Belastungsreaktionen zu minimieren.

Gerade Frauen mit Autismus oder ADHS haben sexuelle Übergriffe, sexuellen Missbrauch erlebt. Bei Männern mit AS oder ADHS ist die Dunkelziffer sehr hoch, weil es neben der Tabuisierung auch keine Statistik bzw. Studie gibt.
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