Klinische Hypnose/Hypnotherapie



Was ist Hypnose?

Hypnose, die früher auch als Magnetismus bezeichnet wurde, wird schon mindestens seit dem 18. Jahrhundert als Heilmethode angewendet. Hypnose ist eine therapeutische Methode und wird meistens in den Therapieablauf integriert. Im Prinzip kennen Sie hypnotisches Erleben aus Ihrem Alltag, nur dass es in der Therapie ziel- und zweckgebundener eingesetzt wird.
So versetzen Sie sich in der Hypnose (anfänglich) mit meiner Hilfe in einen trance-ähnlichen Zustand, wie Sie ihn vermutlich kennen, wenn Sie sich bei einer Sache hochkonzentrieren, also z.b. einen wichtigen Brief verfassen oder eine kniffelige Technik reparieren, wenn Sie beim Abwaschen oder Autofahren mit Ihren Gedanken völlig woanders sind und alles scheinbar automatisch abläuft. Dann sind Sie hier und doch nicht hier, hochkonzentriert und oft gleichzeitig völlig entspannt. So kommt es auch, dass manche Klienten nach der Hypnose sagen, sie seien so entspannt, als ob sie geschlafen hätten und ein anderes mal entspannt und gleichzeitig erschöpft, als ob sie schwer gearbeitet hätten. Manche Menschen vergleichen Hypnose mit Tagträumen.

Warum und wann wird Hypnose angewendet?

Ich wende gerne Hypnose an, weil z.b. ‚Höflichkeitsrituale’ wegfallen, wie z.b. sich beim Reden in die Augen zu sehen und weil wir überwiegend nonverbal kommunizieren, also nur 10 % über die Sprache, die restlichen 90 % über Gestik, Mimik, Intonation etc. und uns auch davon beeinflussen lassen (was denkt mein Gegenüber, wenn ich das oder das sage, war das jetzt ein an- oder auslachendes Lächeln u.s.w.).

Im Prinzip kann Hypnose immer dann angewendet werden, wenn es der Klient wünscht und die Behandlerin für notwendig erachtet. Nur akutes psychotisches Erleben spricht gegen Hypnose und wenn der Klient die therapeutische Beziehung (Rapport genannt) während der Hypnose abbricht.

Hypnose hat sich bei folgenden Erkrankungen besonders bewährt:
  • Depression, Hypomanie

  • Phobien, Panikattacken, Zwang

  • Posttraumatische Belastungsstörung

  • Somatoforme Schmerzen,  Funktionsstörungen, Dissoziative Identitätsstöung, Amnesie

  • Essstörungen: Essattacken, Körperbild bei Essstörungen

  • Schlafstörungen, sexuelle Störungen

  • Operationsschmerz, Geburtsschmerz, Krebsschmerz, Migräne, Tinnitus

  • Störungen der sexuellen Identität

  • Abhängigkeit und Substanzmissbrauch

  • Schizophrenie ohne Intelligenzminderung

  • Lähmungen nach Hirninfarkten, Multiple Sklerose

  • Tics

Gut zu wissen...

Dass Ihr Unbewusstes Sie schützt... und Sie aus der Trance erwachen, Sie plötzlich anfangen zu Husten oder es  irgendwo anfängt zu jucken... wenn Ihr Unbewusstes meint es genügt.
Dass Sie nur annehmen, was mit Ihren Überzeugungen, Werten und Einstellungen übereinstimmt.
Dass Sie auf höherer Ebene immer wissen, wo Sie gerade sind und was Sie gerade tun.
Dass 10 % sehr gut, 80 % gut und 10 % nicht hypnotisierbar sind.
Dass Sie alle Fragen stellen dürfen, die Sie bewegen und auf die ich gar nicht komme...

Der Ablauf einer Hypnosesitzung sieht etwa so aus:

1.    Therapeutische Beziehung herstellen („warm werden“)

2.    Vorgespräch, Zielklärung („wo soll’s hinführen“)

3.    Trance

4.    inhaltliche Bearbeitung („worum geht’s eigentlich“)

5.    Reorientierung, Brücke bauen zum Alltag

6.    Nachgespräch

Bei der Selbst-/Hypnose sitze ich im 90°-Winkel zu Ihnen oder schaue in die gleiche Blickrichtung, Sie können Ihre Augen schließen oder auf einen Punkt richten und Sie sind mit Ihrer Aufmerksamkeit ganz bei sich. Wenn Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit ganz bei sich sind, findet Ihr Unbewusstes die Lösung von ganz allein, weil jeder Mensch Experte/Expertin des eigenen Lebens ist, und oft ist die Lösung anders, als es Ihr Bewusstsein gedacht hat.